Ekkehard Tischendorf | Unsichtbares Licht

Die Galerie Terminus startet das neue Jahr mit einer Einzelausstellung eines seiner jungen Talente, dem Dresdner Künstler Ekkehard Tischendorf. Er hatte sich bereits 2008 im Rahmen des Förderprogramms „Terminus Young Talents“ für neue, Erfolg versprechende Künstler mit der Einzelausstellung „Die Vermessung der Tube“ präsentiert. Zwei Jahre später und mit frischen, jungen Arbeiten ist Tischendorf erneut zu Gast in den Räumen der Galerie Terminus.

Der Ausstellungstitel „Unsichtbares Licht“ wirkt auf den ersten Blick irreführend. Kann es überhaupt ein nicht-sichtbares Licht geben? Was lässt sich unter dem Begriff „unsichtbares Licht“ darstellen? Es scheint also in seinen neuen Arbeiten um die Auseinandersetzung mit Lichtphänomenen zu gehen. So auch im Gemälde „Abstrahierte Freiheit“ aus der aktuellen Bildserie „Ballonschatten“. Im Zentrum steht eine bläulich schimmernde, menschliche Figur in einer winterlichen Landschaft. Vor ihr richtet sich eine ballonartige Form auf und schlägt die Figur derart in Bann, dass sie wie paralysiert nach hinten sinkt. Weiter rechts im Bildraum glänzt vor einem monumentalen Berg eine seifenblasenartige Halbkugel, die durch einen Schlauch in Verbindung mit dem leuchtenden Ballon steht. Auf diese Weise weckt Tischendorf die Vorstellung einer überdimensionalen Glühbirne. Um dieses Geschehen breitet sich in gewohnter Farbenpracht eine Szenerie mit schneebedeckten Bergspitzen aus, von der man nicht genau sagen kann, ob es sich um das Farbenspiel einer Mitternachtssonne, eines Sonnenaufgangs oder -untergangs handelt. Die Zeit scheint wie eingefroren und doch vibriert der Bildraum vor Energie, gleich einem farbigen Stromstoß, einer Er-leuchtung.

Ekkehard Tischendorf lebt und arbeitet in Dresden.

 
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