Markus Lüpertz

Die Pietrasanta Bronzen

Markus Lüpertz, einer der wichtigste deutschen Maler des 20. Jahrhunderts, stellt bereits zum dritten Mal in der Galerie Terminus aus.
Seit mehr als zwanzig Jahren gilt Lüpertz als „Malerbildhauer” und sagt über die Skulptur: „Für mich als Maler muß sie von jeder Seite eine Überraschung bieten, während Bildhauer dafür sorgen, daß sich die Logik der Vorderansicht hinten ergänzt.” Er führt die ehemals avantgardistische Objektkunst mit der klassischen Technik des Bronzegusses zusammen. Davon legen die sechs gezeigten Skulpturen nachhaltig Zeugnis ab. Dünne Bambusrohre, grobes Gewebe, ein schweres Eisengitter, ein alter Zylinderkopf, dünne Holzbretter, lange Nägel, ein runder Blechkanister und viele andere Gegenstände sind essentielle Bestandteile der Arbeiten. Sie könnten auf Müll- oder Schrotthaufen zusammengeklaubt worden sein. Ihre Formen setzen raumgreifende und/oder strukturelle Akzente, dennoch behalten sie ihre ursprüngliche Dinglichkeit.
Jede Skulptur besteht aus einer Figur, die zum Abstrakten tendiert bzw. konventionelle Schönheitsvorstellungen durchbricht. Den figürlichen Anteil hebt Lüpertz über die Titelgebung hervor. Die Figuren sind vollständig identifiziert als Akt, Gärtner, Schauspieler, Frau, Odaliske und Mann.
Lüpertz’ Bronzeskulpturen sind das professionelle Endergebnis eigenwilliger bildhauerischer Improvisationen – und ihre Patina ist in der Regel nicht das Resultat von Witterungseinflüssen, sondern ein Werk des Malers.

 
 
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