Frank Stella

SPACE

Frank Stella überschreitet die Grenzen zwischen Fläche und Raum. Er schafft Werke, in denen Form und Farbe neue Dimensionen bilden.

Die Galerie Terminus freut sich, am 23. Oktober einen der bedeutendsten Repräsentanten zeitgenössischer, amerikanischer Kunst anlässlich der Vernissage zur seiner Ausstellung SPACE persönlich begrüßen zu dürfen.

1936 in Malden, Massachusetts, geboren, beeindruckt Stella früh durch seine kraftvolle und innovative Formsprache. Noch keine 25 Jahre alt, sind seine Arbeiten 1959 und 1960 in „Three Young Americans“ im Allen Memorial Art Museum und in der Ausstellung „Sixteen Americans“ im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Beeinflusst vom Spannungsfeld zwischen Abstraktem Expressionismus und Minimal Art entstehen Anfang der 60er Jahre die Serien „Black Paintings“ und „Aluminium Paintings“ sowie die „Shaped Canvases“, die ihn berühmt machen sollen. Sich von seinen minimalistischen Anfängen lösend, bricht Stella mit den „Shaped Canvases“, die Grenzen der traditionellen, rechteckigen Leinwände auf und unterwirft die Form der Leinwand den Formen und Strukturen des Motivs. Bereits 1970 richtet das Museum of Modern Art in New York dem vielschichtigen Werk des jungen Künstlers eine erste Retrospektive aus.

Stellas Entwicklung ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Mit ersten Reliefs aus lackiertem Aluminium, den „Maximalist Paintings“, wachsen die Arbeiten in den Raum. Nichts erinnert mehr an die frühen, mittlerweile international bekannten Bilder der „Black Painting“ Serie, deren geometrische, schwarze Farbbahnen Raum, Form und Kunsttradition in sich aufzusaugen scheinen. Stellas Arbeiten der 70er Jahre streben nach außen, werden beinahe barock mit ihren dominanten Kurven, der grellen Farbigkeit und den verschiedenen Ebenen ungebändigter Flächen. 20 Jahre später brechen die Bilder schließlich ganz aus ihrer zweidimensionalen Oberfläche aus und finden durch skulpturale Formen und architektonische Elemente den Weg ins Dreidimensionale. Große, frei stehende Objekte und Architekturprojekte wie die 2001 vor der National Gallery of Art in Washington realisierte monumentale Stella Skulptur bilden den Höhepunkt einer Entwicklung, welche die Grenzen zwischen Fläche und Raum zu überwinden suchte. Eine Entwicklung, die auch die jüngsten Arbeiten Stellas, die in der Galerie Terminus zu sehen sein werden, unterstreichen.

Frank Stellas Arbeiten sind in den wichtigsten internationalen Sammlungen wie der Salomon R. Guggenheim Collection und der Sammlung des Museum of Modern Art New York vertreten. Sein Werk wurde bereits in mehreren Retrospektiven in den USA, Europa und Japan besprochen. Das Haus der Kunst in München zeigte 2006 Arbeiten der Serie „Black Paintings“.

Stella lebt und arbeitet in New York.

 
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